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Jung, sehbehindert, arbeitslos – Donner + Partner in Pforzheim unterstützt alle Menschen

Valentina Mayer ist sehbehindert und seit vielen Jahren arbeitssuchend. Im Rahmen eines Einzelcoachings unterstützte sie der stellvertretende Standortleiter aus Pforzheim Gero Italiano dabei die Bewerbungsunterlagen wieder auf Vordermann zu bringen. Durch den Einsatz von Gero Italiano wurde ein Artikel in der Pforzheimer Zeitung veröffentlicht, in der Hoffnung, dass die junge, engagierte Frau eine berechtigte Chance bekommt, in den Arbeitsmarkt zu treten.

Der Zeitungsbericht stammt von der Pforzheimer Zeitung und wurde am 18.05.2016 veröffentlicht. Der Artikel wurde von Stefan Dworschak geschrieben. Den Original-Artikel finden Sie in vollständiger Länge im Anhang.

Zeitungsausschnitt

Beim Klick auf das Bild wird der vollständige Artikel angezeigt.

Valentina Mayer gibt nicht auf, auch wenn so mancher an ihrer Stelle die Hoffnung verlieren würde. Seit neun Jahren sucht die junge Pforzheimerin, die eigentlich anders heißt, nun bereits eine Arbeitsstelle. Die Fachhelferin für Bürokommunikation hat ein halbes Dutzend Praktika gemacht, sich weitergebildet und ist fachlich qualifiziert. Die Gründe dafür, dass die Bemühungen vergeblich waren, scheinen auch in ihrer Behinderung zu liegen.

Mayer ist auf einem Auge blind, auf dem anderen erreicht sie 30 Prozent Sehleistung – ein Behandlungsfehler, sagt sie, die als Frühchen auf die Welt kam. „Ich wog nur 805 Gramm, habe zu viel Sauerstoff bekommen. Da hätte noch viel mehr passieren können“, sagt Mayer nüchtern. Sie hadert nicht mit ihrer Situation, macht einen abgeklärten Eindruck.

„Es scheint so zu sein, dass Firmen die Sehbehinderung für ein Hemmnis halten“, sagt Gero Italiano, der sie beim Bildungszentrum Donner und Partner betreut. Das sei ein Irrtum, so Mayer. „Wenn ich in einem Büro arbeite, brauche ich nur ein paar Hilfsmittel – dann bringe ich dieselbe Leistung wie alle anderen auch.“ Lesegerät und Bildschirmlupe machen Texte und Tabellen für Sehbehinderte benutzbar. Und so kann Italiano einhellig gute Praktikumszeugnisse zitieren, die von Sorgfalt und Zuverlässigkeit berichten.

Fast alles versucht

Ihr Engagement kennt er auch aus eigener Anschauung. „Es gibt nicht mehr viele Unternehmen, bei denen sie sich nicht beworben hat.“ Inzwischen bezieht sie Hartz IV, nimmt derzeit mit einer weiteren Maßnahme Anlauf aufs Berufsleben. Die beständige Ablehnung persönlich zu nehmen, dafür scheint es kaum Anlass zu geben. Sie weiß sich nicht allein: „Der Tenor bei meinen Bekannten mit Behinderung ist derselbe: Es dauert sehr lange“, sagt sie.

Original-Artikel als PDF:

PZ vom 18.05.2016 Seite 18